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Was ist Langdock? Die Erklärung für Entscheider

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Die Kurzantwort

Langdock ist eine Plattform für den Einsatz von KI im Unternehmen. Sie gibt allen Mitarbeitenden über einen Zugang die Auswahl aus über 40 KI-Modellen verschiedener Anbieter, ergänzt um Wissensdatenbanken, Agenten, Workflows und zentrale Governance. Gehostet in der EU, zertifiziert nach ISO 27001 und SOC 2 Type II, ohne dass Unternehmensdaten für das Training von Modellen verwendet werden.

Für die Geschäftsführung heißt das: Statt dass jede Abteilung eigene ChatGPT-Konten führt und niemand weiß, welche Daten wohin fließen, gibt es eine Umgebung mit Rechten, Regeln und Nutzungsübersicht, in der die Modelle austauschbar sind.

Was Langdock ist und was nicht, wer dahintersteht, für wen es gedacht ist, was es kostet und wie eine Einführung abläuft: der Reihe nach. Ohne Setup-Anleitung, die steht im Langdock Guide 2026.

Was Langdock ist und was es nicht ist

Die wichtigste Einordnung: Langdock entwickelt kein eigenes Sprachmodell. Die Modelle kommen von OpenAI, Anthropic, Google, Mistral und anderen. Langdock ist die Arbeitsumgebung darüber: der Ort, an dem Mitarbeitende mit diesen Modellen arbeiten, an dem Firmenwissen angebunden wird und an dem die Organisation steuert, wer was darf.

Die Bausteine, Stand September 2026:

  • Chat. Der Einstieg. Eine Oberfläche, in der Nutzer mit dem Modell ihrer Wahl arbeiten, Dateien anhängen und zwischen Modellen wechseln. Ein Auto-Modus schätzt die Komplexität der Anfrage und wählt das Modell selbst. Seit September 2026 gibt es zusätzlich eine Desktop-App.
  • Agenten. Vorkonfigurierte Assistenten für wiederkehrende Aufgaben, mit eigenen Anweisungen, eigenem Wissen und eigenen Werkzeugen: ein Agent für Meeting-Protokolle, einer für interne FAQ, einer für Recherche. Agenten lassen sich in natürlicher Sprache bauen und vor dem Ausrollen gegen Testfälle prüfen.
  • Knowledge bases. Firmenwissen als Grundlage für Antworten: Dokumente, Richtlinien, Produktinformationen, per Upload oder Synchronisation aus bestehenden Systemen angebunden. Dazu Ordner als Arbeitsverzeichnis für einzelne Chats.
  • Workflows. Automatisierung ohne Chat: Ein Auslöser startet eine Kette aus Aktionen, Modellaufrufen und Logik. Zum Beispiel eingehende Kundenmails kategorisieren und als Ticket ablegen. Workflows sind ein kostenpflichtiges Add-on.
  • Integrationen, Plugins und MCP. Anbindung an Microsoft 365, Google Workspace, Confluence, Slack und weitere Systeme, dazu Langdock direkt in Excel und Outlook. Seit dem 15. September 2026 bündelt Langdock Integrationen, Skills und Werkzeuge unter dem Begriff Plugins.
  • Memory. Ein personengebundenes Gedächtnis, das Fakten über den Nutzer speichert. Es greift laut Dokumentation nicht in Agent- und Projekt-Chats.
  • Governance. Agenten prüfen, freigeben, markieren und automatisch gegen eigene Richtlinien testen, mit Vorlagen für EU AI Act und DSGVO. Bis zum 1. Januar 2027 kostenlos, danach ein Add-on.
  • API. Programmatischer Zugang zu den Modellen für eigene Anwendungen, abgerechnet pro Token zu den Preisen der Modellanbieter.

Angekündigt, aber noch nicht verfügbar: Langdock Apps (interne Anwendungen bauen und teilen), Langdock Code (ein modellunabhängiger Code-Editor) und Langdock Cloud (eigene Rechenkapazität auf europäischem Boden).

Was Langdock nicht ist: kein Ersatz für Prozessarbeit. Die Plattform macht bestehende Dokumente nicht besser und definiert keine Anwendungsfälle. Beides muss das Unternehmen selbst leisten.

Wer hinter Langdock steht

Langdock wurde in Berlin gegründet. Am 16. September 2026 hat das Unternehmen angekündigt, die bisherige US-Muttergesellschaft in eine europäische SE umzuwandeln und den Hauptsitz nach Deutschland zu verlegen.

Nach eigenen Angaben setzen über 10.000 Unternehmen weltweit auf Langdock, darunter internationale Konzerne aus Chemie und Pharma, Industrie und Verlagswesen. Der Anspruch, den Langdock mit dem Umzug formuliert hat: Souveränität ist notwendig, aber nicht hinreichend. Die Plattform will über Effizienz, Kontrolle und Bedienbarkeit gewinnen, nicht nur über den Standort.

Für die Einordnung als Entscheider zählt: Mit dieser Kundenbasis und einem Hauptsitz in Deutschland ist Langdock kein Start-up mehr, das morgen verschwinden könnte, und es ist kein US-Konzern, bei dem europäische Datenhaltung eine Option im Konfigurationsmenü ist.

Für welche Unternehmen Langdock gedacht ist

Langdock verkauft 2 Abonnements: Business für Organisationen bis 1.000 Nutzer, mit SSO, SCIM und allen Plattformfunktionen, und Enterprise ab 1.000 Nutzern mit Account-Management, SLAs und dedizierter Bereitstellung ab 5.000 Nutzern. Innerhalb von Business gibt es 2 Lizenztypen: Standard und Business Max mit fünffachen Nutzungslimits für Power-User.

Aus unserer Erfahrung liegt der Kern zwischen 50 und 500 Mitarbeitenden: groß genug, dass Schatten-KI über private Konten ein echtes Risiko ist und Governance ein Thema wird, klein genug, dass ein Rollout in Monaten statt Jahren läuft. Unter etwa 50 Lizenzen wird der Verwaltungsaufwand für Angebot, Rechnung und Administration schnell größer als der Nutzen. Nach oben ist die Grenze weniger die Plattform als die Organisation: Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitenden brauchen vor dem Rollout ein Steuerungsgremium und einen Governance-Rahmen, sonst versandet das Projekt.

Datenschutz, Hosting und Zertifikate

Die Fakten, nach denen der Datenschutzbeauftragte fragen wird, laut der Sicherheitsseite von Langdock:

  • Hosting. Die Standardvariante ist Multi-Tenant-SaaS über Microsoft Azure mit Serverstandort in der EU. Dedizierte Varianten (eigene Instanz, eigene Cloud, On-Premise mit Kubernetes) gibt es im Enterprise-Segment.
  • Zertifikate. ISO 27001 und SOC 2 Type II, dazu ein öffentliches Trust Center mit den Nachweisen.
  • Modelltraining. Langdock nutzt Kundendaten nach eigener Aussage niemals zum Training von KI-Modellen.
  • Zugriff. Berechtigungen auf Workspace-Ebene, Zugriffsrechte aus Quellsystemen werden 1:1 gespiegelt, SSO, SCIM und SAML sind im Business-Abo enthalten, Subprozessoren werden laufend auditiert.
  • Eigene Schlüssel. Wer Modelle über eigene API-Verträge nutzen will, bindet sie per Bring Your Own Key ein.

Was das nicht bedeutet: Dass die Plattform sicher ist, heißt nicht, dass die Nutzung sicher ist. Welche Daten in welchen Chat dürfen, wer Agenten freigibt und wie mit Ergebnissen umgegangen wird, sind Regeln, die das Unternehmen selbst setzt. Langdock liefert die Werkzeuge dafür, nicht die Entscheidung.

Langdock gegen ChatGPT und Copilot in 5 Zeilen

Erstens: Langdock gibt Zugang zu Modellen mehrerer Anbieter, ChatGPT zu denen von OpenAI, Copilot lebt im Microsoft-Ökosystem. Wer morgen ein besseres Modell will, wechselt in Langdock das Modell, nicht die Plattform.

Zweitens: Governance, Rechte und Nutzungsübersicht sind in Langdock zentral und für alle Modelle gleich.

Drittens: EU-Hosting und Datenschutz sind die Grundkonfiguration, keine Option, die konfiguriert und geprüft werden muss.

Viertens: Firmenwissen, Agenten und Workflows liegen in einer Umgebung, nicht auf 3 Werkzeuge verteilt.

Fünftens: Langdock ist eine eigenständige Plattform, kein Bestandteil einer Office-Suite. Das macht es unabhängig vom Microsoft-Vertrag, aber auch zu einem weiteren Werkzeug neben M365, das angebunden werden muss.

Die ausführlichen Vergleiche stehen in unseren Artikeln zu Langdock gegen ChatGPT und zur Langdock-Alternative für den Mittelstand.

Was Langdock kostet, kurz

Stand September 2026, laut langdock.com/de/pricing: Business kostet 25 Euro pro Nutzer und Monat bei monatlicher Zahlung, 20 Euro bei jährlicher, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer, mit Mengenrabatt in Stufen ab 50 Nutzern. Business Max kostet 99 Euro pro Nutzer und Monat. Workflows kosten als Add-on 539 Euro pro Workspace und Monat für 40.000 Läufe (1.199 Euro für 100.000), plus Modellverbrauch nach API-Preisen. Governance ist bis zum 1. Januar 2027 kostenlos, danach ab 2,80 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung. Es gibt 7 Tage kostenlosen Test ohne Kreditkarte und keine Mindestabnahme.

Die Lizenz ist der kleinste Posten. Die Einführung im Unternehmen kostet interne Zeit, die in fast keinem Budget steht. Die vollständige Rechnung, inklusive Einführung, Betrieb und ungenutzter Lizenzen, steht in unserem Artikel "Was kostet Langdock wirklich".

Wie eine Einführung abläuft, kurz

Technisch ist Langdock in Tagen eingerichtet. Ein funktionierendes Minimum-Setup mit Rechten, Pilot-Zugängen, erstem Anwendungsfall und einer kleinen Prompt-Bibliothek steht in unseren Projekten in weniger als 4 Arbeitstagen.

Organisatorisch dauert es Monate, so lange braucht eine Verhaltensänderung. Vor dem ersten Login fallen 5 Entscheidungen: Wer bekommt wann Zugang (Pilotgruppe von 10 bis 20 Personen statt Vollrollout), welche Funktionen bleiben anfangs aus, wer trägt welche Verantwortung, wer wird Champion, wann kommen Integrationen. Dann 3 Phasen: Ankommen und tägliche Gewohnheit aufbauen (Kick-off in 3 Stunden, 5 Anwendungsfälle in Woche 1), produktives Team-Setup mit Unternehmenskontext und kuratierten Agenten, schließlich Automatisierung. Die Leitlinie aus unserem Report: Nach Monat 1 nutzt jeder Langdock, nach Monat 3 arbeitet das Team damit, nach Monat 6 läuft das Unternehmen darauf.

Was dabei über Erfolg entscheidet, steht in unserem Artikel zu den Erfahrungen aus über 50 Rollouts. Was wir dabei übernehmen, auf unserer Seite zur Langdock-Implementierung.

Wo die Grenzen liegen

Entscheider sollten vor der Unterschrift 3 Punkte kennen.

Nutzungslimits. Langdock misst den Verbrauch in einem 5-Stunden-Fenster und einem Wochenfenster. Wer das Limit erreicht, wird auf ein sparsameres Modell umgeleitet oder gesperrt, je nach Einstellung des Admins. Für die meisten Mitarbeitenden reicht das. Für echte Power-User braucht es Business Max oder Extra Usage, und jemand muss die Modellwahl steuern.

Wissensqualität. Die Plattform macht Dokumente nicht besser. Ist die interne Dokumentation veraltet oder widersprüchlich, sind es die Antworten auch. Wissensdatenbanken brauchen Owner und regelmäßige Pflege.

Komplexität. Workflows funktionieren gut für einfache bis mittlere Automatisierung. Für hochkomplexe Prozessketten mit vielen Verzweigungen und Fehlerbehandlung braucht es zusätzliche Werkzeuge.

Häufige Fragen

Ist Langdock ein deutsches Unternehmen? Gegründet in Berlin, Hauptsitz laut Ankündigung vom September 2026 in Deutschland, Rechtsform künftig europäische SE. Gehostet in der EU.

Welche Modelle sind enthalten? Über 40 Modelle, darunter aktuelle Modelle von OpenAI, Anthropic, Google und Mistral. Die Modellnutzung ist im Lizenzpreis enthalten, mit Limits. Eigene API-Schlüssel sind möglich.

Braucht man eine IT-Abteilung? Für die Einrichtung nicht. Ein Workspace-Admin richtet Rechte und Zugänge ein, das ist eine Rolle, kein Team. Für SSO und Integrationen ist IT-Beteiligung sinnvoll.

Kann man Langdock testen? Ja, 7 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte.

Ist Langdock DSGVO-konform? Langdock ist nach ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert, hostet in der EU und nutzt Kundendaten nicht für Modelltraining. Eine DSGVO-Zertifizierung im formalen Sinn sieht die Verordnung nicht vor; die Konformität ergibt sich aus diesen Bausteinen, dem Vertragswerk und den Regeln, die das Unternehmen selbst setzt.

Was unterscheidet Langdock von ChatGPT? Mehrere Modellanbieter statt einem, zentrale Governance, EU-Hosting als Standard, Firmenwissen und Agenten in einer Umgebung.

Einordnung

Langdock beantwortet eine konkrete Frage gut: Wie bekommt ein Unternehmen KI in die Hände aller Mitarbeitenden, ohne die Kontrolle über Daten, Kosten und Regeln zu verlieren? Wofür die Mitarbeitenden KI nutzen sollen, muss das Unternehmen selbst beantworten, und daran entscheidet sich, ob aus einer Lizenz Nutzung wird.

Wir bringen Langdock in Unternehmen, von der Tool-Entscheidung über den Rollout bis zur Workflow-Automatisierung, in über 50 Rollouts bisher. Wenn du prüfen willst, ob Langdock zu deinem Unternehmen passt, ist ein Erstgespräch der einfachste Weg. Mit deinen Fragen, ohne Verkaufsdruck.

Stand: 22. September 2026. Quellen: langdock.com/de, langdock.com/de/security, langdock.com/de/pricing, docs.langdock.com, Langdock-Changelog (Stand 15.09.2026), europe.langdock.com.

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Maximilian Moehring
CEO & Founder DECAID Group

Maximilian, GenAI Business Innovator und DECAID-Founder & CEO, revolutioniert die Geschäftsmodelle der Kreativbranche im KI-Zeitalter. Mit seinem "Min-Max-Prinzip" und AI-nativen Frameworks unterstützt er Führungskräfte dabei, den kritischen Wandel vom klassischen "Zeit-für-Geld"- zum zukunftsfähigen "Ergebnis-für-Geld"-Modell zu vollziehen. Seine Masterclasses und Transformations-Workshops (NPS >85) haben bereits renommierte Kreativagenturen und Marken auf ihrem Weg zu AI-nativen Organisationen begleitet.

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