

Vergangene Woche fand in Berlin The Dock statt, das Invite-only AI Forum von Langdock im Radialsystem. Entscheider und KI-Verantwortliche trafen sich mit einem Anspruch: zeigen, was Unternehmen mit KI tatsächlich machen, nicht was sie ankündigen. Wir waren als Partner dabei und standen auf der Bühne. Der wichtigste Befund vorweg: Die europäische KI-Transformation hat die Pilotphase verlassen. Wer dort zugehört hat, hat keine Visionen gehört, sondern Betriebsdaten.
Was The Dock von den üblichen KI-Veranstaltungen unterscheidet, ist die Besetzung der Bühne. Es sprachen nicht Anbieter über Möglichkeiten, sondern Anwender über Ergebnisse. Sarah Engel und Yannik Stumpp gaben Einblick in TRUMPFs AI Journey, Silas Eyrich (Würth IT) zeigte den Würth-Rollout unter dem Titel "The Metrics, the Wins, and the Open Questions", David Kreutzer (Merck Group), Sebastian Schwarz (E.ON), David Gebhardt (Mobile.de), Claudia Pohlink (FIEGE Logistik) und Laura Seiffe (ZEIT) ergänzten die Perspektiven aus Pharma, Energie, Plattformgeschäft, Logistik und Medien.
Bemerkenswert ist die Themenwahl der Breakout-Sessions: LLM Governance und Compliance, ein Executive's Guide zum AI-Rollout, der ROI von KI. Das ist exakt die Agenda, die uns in Kundengesprächen täglich begegnet. Die Fragen der Entscheider haben sich verschoben: von "Was kann das?" zu "Wie steuere ich das und wann rechnet es sich?" Ein Event, das diese Fragen ins Zentrum stellt statt an den Rand, trifft den Stand der Transformation präziser als jede Messe.
Dazu kam ein Format-Detail, das man nicht unterschätzen sollte: Die Keynotes kamen praktisch ohne Werbung aus. Kein Pitch, keine Produktshow als Vortrag getarnt, sondern Austausch auf Augenhöhe. Diese Haltung war auch im Langdock-Team durchgängig spürbar, schon am Vorabend beim Blick ins Office, das zu später Stunde noch voll besetzt war. Solche Details sagen mehr über ein Unternehmen als jede Unternehmenspräsentation.
Die erste Nachricht des Events kam einen Tag vorher über LinkedIn: Judith Dada wird Co-CEO von Langdock und führt das Unternehmen künftig gemeinsam mit Gründer und CEO Lennard Schmidt. Judith hat Langdock bislang als Investorin begleitet und wechselt nun in die operative Verantwortung.

Aus unserer Sicht eine gute Besetzung zum richtigen Zeitpunkt, denn ein Unternehmen in dieser Wachstumsphase braucht zusätzliche Führungskapazität Richtung Kunden und Markt.
Den produktseitigen Ausblick lieferte CPO Tobias Kemkes in seiner Roadmap-Keynote und erntete mehrfach Szenenapplaus.

Angekündigt wurden unter anderem:
→ Plugin-Integrationen in Microsoft Office
→ Langdock Desktop App
→ Langdock Apps
→ Meeting Transcriptions direkt in der Plattform
→ Langdock Code
→ Governance-Dashboard für Agents, Skills und Workflows
→ Sovereign Inference: deutsches Hosting mit Open-Source-Modellen auf eigenen Servern
DECAID war in der Session "AI in Numbers: Insights on Shadow IT, Sentiment, and Adoption" auf der Bühne vertreten, mit einer kurzfristigen Umbesetzung: Der Zug unseres CEOs Maximilian Möhring hatte leider eine mehVerspätung. So habe ich die Keynote übernommen. Dass Max gerade noch rechtzeitig eintraf, um seinen eigenen Vortrag aus dem Publikum zu sehen, gehört zu den Anekdoten des Tages.

Inhaltlich haben wir die Ergebnisse unserer Umfrage unter mehr als 1.000 KI-Usern vorgestellt, im Detail ausgewertet über 31 Rollouts auf derselben Langdock-Plattform. Es sind genau diese Daten, die der Diskussion über KI im Unternehmen gerade fehlen: nicht Benchmarks der Modelle, sondern Evidenz über Menschen und Organisationen.
Die Kernzahl des Vortrags: Zwischen 7 und 100 Prozent täglicher Nutzung liegt alles, bei gleicher Plattform, gleichen Modellen, gleicher Lizenz. Der Unterschied zwischen diesen Organisationen ist nie die Technologie. Er liegt darin, ob KI ein Werkzeug einzelner bleibt oder die ganze Organisation gemeinsam damit arbeitet.
Der zweite Befund räumt mit einem verbreiteten Vorurteil auf: Die Belegschaft ist nicht der Blocker. 63 Prozent der Befragten stehen KI positiv gegenüber, nur 8 Prozent negativ. Die eigentliche Lücke ist Kompetenz, nicht Bereitschaft: Fast die Hälfte nennt fehlendes Know-how als größte Hürde. Und selbst die Risiken, die Mitarbeitende am häufigsten nennen, sind menschliche: Halluzinationen, Verlust an Menschlichkeit, Kompetenz-Erosion.
Wenn die Teilnehmer aus dieser Session eines mitgenommen haben, dann hoffentlich das: Adoption ist messbar. Wer misst, kann steuern.
Der Austausch endete nicht mit der letzten Session: Abends ging es zur Boatparty auf die Spree, vorbei am Treptower Park. Genau dort entstehen die Gespräche, die auf Konferenzfluren keinen Platz finden.
Schön war auch: Ein kurzer Shoutout in unsere WhatsApp-Community vorab, wer denn beim Dock sei. Zahlreiche Mitglieder haben sich gemeldet. So wurden aus Community-Kontakten Gespräche vor Ort.
Unterm Strich: ein rundum gelungenes Event. Danke an das Langdock-Team für die Organisation und das Herzblut, das ihr in dieses Event gesteckt habt. Wir freuen uns auf die angekündigten Features, auf das nächste The Dock und hoffentlich sieht man sich dann dort.



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