
Member Content
Der neue Atlassian AI Collaboration Report 2025 ist da. Und er liefert uns die Zahlen zu einem Bauchgefühl, das ich schon lange habe.
79 % der Wissensarbeiter weltweit sagen, sie würden KI deutlich mehr nutzen, wenn das Tool Zugriff auf die richtigen Daten hätte. In Deutschland fühlen sich 74 % aktiv ausgebremst, weil ihre KI blind für interne Informationen ist.
Das ist ein Weckruf. Dreiviertel deiner Leute wollen produktiver sein, können aber nicht, weil wir KI oft noch als isoliertes Chat-Fenster behandeln statt als vernetztes System.
Wir schauen heute auf die unterste, aber tragende Ebene unseres DECAID Business-KI-Frameworks: Wissen & Kontext.

Die Realität in den meisten Unternehmen sieht so aus: Wir kaufen teure Lizenzen, wir schulen Mitarbeiter im Prompting, wir träumen von autonomen Agenten. Aber wir ignorieren das Fundament. Wir versuchen, einen Formel-1-Wagen (die KI) mit gepantschtem Benzin (schlechten Daten) zu betanken und wundern uns, warum er stottert.
Die brutale Wahrheit ist: Ohne eine hochwertige, eigene Datenbasis bleibt jede KI generisch und ihr Wert für dein Unternehmen limitiert.
Lass uns tief in diese Ebene eintauchen und anschauen, was du tun musst, um vom »KI-Theater« zur echten Wertschöpfung zu kommen.
Das Thema Datenmanagement löst selten Begeisterungsstürme aus. Es leidet unter einem massiven Image-Problem im Vergleich zu den »sexy« neuen Modellen wie Gemini 3 Pro oder GPT-5.1.
Aber wer diese Hürden nicht nimmt, wird abgehängt. Hier sind die vier entscheidenden Handlungsfelder dieser Ebene, die du angehen musst.
Jede KI da draußen hat Zugriff auf das gleiche Internet-Wissen. Wenn du ChatGPT nur mit diesem Allgemeinwissen nutzt, bekommst du Ergebnisse, die auch dein Wettbewerber bekommt.
Dein einziger echter Wettbewerbsvorteil (Moat) sind deine proprietären Daten.
Deine Aufgabe: Mach eine Inventur. Identifiziere die Daten, die deinen USP ausmachen, und priorisiere sie für die KI-Anbindung.
Das größte Drama in Unternehmen: Das wertvollste Wissen steht in keinem Handbuch. Es steckt in den Köpfen deiner erfahrendsten Mitarbeiter. Wenn sie gehen, geht das Wissen. Eine KI kann nur nutzen, was digitalisiert ist.
Der Hebel: Wir müssen Methoden entwickeln, um dieses Erfahrungswissen systematisch zu erfassen.
Nichts verwirrt eine KI (und Mitarbeiter) mehr als drei Versionen derselben »finalen« Strategie in drei verschiedenen Ordnern.
Für eine leistungsstarke KI brauchst du einen zentralen, kuratierten Wissens-Hub. Einen Ort, auf den sich die KI primär stützt, um Konsistenz zu gewährleisten.
Das bedeutet:
Praxis-Tipp zur Umsetzung:Wie in Newsletter #68 beschrieben, ist die Art der Anbindung entscheidend. Plattformen wie Langdock ermöglichen es dir mittlerweile, ganze Cloud-Ordner (z.B. aus Google Drive oder SharePoint) live zu synchronisieren.Das ist der Gamechanger: Wenn du eine Datei im Drive änderst, weiß dein KI-Assistent das sofort. Das Wissen bleibt nicht statisch, sondern entwickelt sich mit deinem Unternehmen mit.

Daten verrotten schneller als Obst, wenn sich niemand kümmert. Eine KI, die auf veralteten Preislisten oder Prozessen von 2019 trainiert ist, halluziniert nicht. Sie ist einfach nur falsch informiert.
Wir brauchen neue Verantwortlichkeiten:
Ich weiß, es macht mehr Spaß, den neuesten Bild-Generator zu testen, als die Ordnerstruktur im SharePoint aufzuräumen.
Aber Kontext schlägt rohe Intelligenz. Immer.
Wenn du willst, dass deine KI nicht nur schlau redet, sondern deine Probleme mit deinem Wissen löst, dann musst du jetzt die Ärmel hochkrempeln. Bau das Fundament. Kläre den Datenschutz pragmatisch (nicht verhindernd). Modernisiere deinen Tech-Stack.
Die Unternehmen, die diese »unsexy« Hausaufgaben jetzt machen, werden in 12 Monaten uneinholbar sein.

0 Comments
Login or Register to Join the Conversation
Create an AccountLog in