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Erinnert ihr euch an die Zeit, als "Mobile First" plötzlich kein Buzzword mehr war, sondern harte Realität? Wer damals seine Website nicht für Smartphones optimiert hatte, verschwand von der Bildfläche. 2026 beobachten wir eine ähnliche Verschiebung – nur ist die Zielgruppe dieses Mal kein Mensch mit einem kleinen Bildschirm, sondern eine Künstliche Intelligenz.
Aus unserer Sicht bei DECAID verschiebt sich der Fokus in diesem Jahr massiv hin zu "Agent First" . Das bedeutet für euch als KMU: Es reicht nicht mehr, Inhalte hübsch für das menschliche Auge aufzubereiten. Ihr müsst sicherstellen, dass eure digitale Infrastruktur von KI-Agenten gelesen, verstanden und genutzt werden kann.
Hier sind die vier Punkte, auf die ihr 2026 achten müsst, um nicht die Hälfte eurer potenziellen "Besucher" zu verlieren.
Bisher haben wir Webseiten wie ein Haus mit nur einer Eingangstür gebaut: der für Menschen. Sie ist visuell gestaltet, emotional und oft komplex im Layout. Das Problem: KI-Agenten scheitern oft an dieser Tür. Sie bleiben an Cookie-Bannern hängen, können Texte in Bildern nicht fehlerfrei lesen oder scheitern an komplexen Navigationen.
Worauf ihr achten müsst:
Eure digitale Präsenz benötigt ab sofort eine "Seitentür" für Maschinen .
Technologien wie MCP Server (Model Context Protocol) oder einfache llm.txt -Dateien auf eurem Server werden zum Standard. Sie erlauben es KI-Agenten, eure Dokumentationen oder Produktinfos fehlerfrei und in Millisekunden abzurufen, ohne die grafische Oberfläche "scrapen" zu müssen. Wer diese Seitentür nicht baut, bleibt für KI-Assistenten unsichtbar.
Wir sehen es in unserer täglichen Arbeit: Ein PDF mag gedruckt gut aussehen, aber für ein LLM (Large Language Model) ist es oft ein Albtraum aus unstrukturierten Datenblöcken. Dasselbe gilt für PowerPoint.
Worauf ihr achten müsst:
Wenn ihr wollt, dass Informationen (z.B. Angebote, Dokumentationen, Anleitungen) von den KI-Systemen eurer Kunden verarbeitet werden können, müsst ihr auf Formate setzen, die "Agent Friendly" sind.
Der vielleicht kritischste Punkt für den Handel: Die Art, wie gekauft wird, ändert sich. Amazon und andere Player integrieren "Buy for me"-Funktionen. Das Szenario: Ein Nutzer sagt seinem Agenten: "Kauf mir die besten Winterstiefel für Lappland". Der Agent recherchiert, vergleicht und führt den Kauf autonom durch.
Worauf ihr achten müsst:
Wenn euer Shop oder eure Dienstleistungsbeschreibung für diesen Agenten nicht technisch perfekt lesbar ist, findet der Kauf nicht bei euch statt. Ihr verliert Umsatz, ohne dass jemals ein menschlicher Besucher auf eurer Seite war. Eure Produktbeschreibungen und Check-out-Prozesse müssen so optimiert sein, dass ein Bot sie navigieren kann.
Gartner prognostiziert einen Rückgang des klassischen Suchmaschinen-Traffics um 25 %. Die Ära der "Zero Click Searches" ist da – Nutzer wollen die Antwort direkt von der KI, ohne auf Links zu klicken.
Worauf ihr achten müsst:
Hört auf, nur für Google-Keywords zu optimieren. Der neue Hebel ist Context Engineering .
Die Frage ist nicht mehr: "Wie ranke ich auf Platz 1?", sondern: "Wie stelle ich sicher, dass mein Kontext (mein Wissen, meine Daten, meine Angebote) so sauber aufbereitet ist, dass jede KI ihn korrekt wiedergeben kann?" Die Integrität und Verfügbarkeit eurer Daten wird zu eurem wichtigsten Marketing-Asset.
Der Shift zu "Agent First" klingt technisch, ist aber eine knallharte Business-Entscheidung. 2026 müsst ihr eure digitale Strategie darauf ausrichten, dass eine wachsende Zahl an Interaktionen nicht mehr Mensch-zu-Mensch, sondern Maschine-zu-Maschine stattfindet.
Prüft eure Infrastruktur: Ist eure "Seitentür" offen? Wenn ja, seid ihr bereit für die nächste Stufe der digitalen Wertschöpfung.

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