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Die meisten KMUs starten mit KI an der falschen Stelle. Sie jagen Automatisierungs-Workflows hinterher, die auf LinkedIn glänzen, aber in der Praxis scheitern. Sie versuchen, Prozesse zu optimieren, die bereits leidlich funktionieren – und übersehen dabei den Bereich, wo KI einen zehnfachen Hebel hätte. Die Lösung? Du musst den fundamentalen Unterschied zwischen Brain- und Factory-Aufgaben verstehen.
Dieses einfache Framework ist der wichtigste strategische Kompass für Deine KI-Implementierung. Es entscheidet darüber, ob Du in der Pilothölle stecken bleibst oder in 90 Tagen messbare Erfolge erzielst.

Factory-Aufgaben sind alles, was mit Effizienz, Skalierung und Produktion zu tun hat. Es sind die standardisierten, wiederholbaren Prozesse, über deren Automatisierung Du wahrscheinlich schon vor dem KI-Hype nachgedacht hast.
Typische Beispiele sind:
Die Verlockung ist groß, hier anzusetzen. Es scheint einfach, messbar und sicher. Die "LinkedIn-Cowboys" befeuern diesen Drang mit Versprechen von vollautomatisierten Workflows. Doch genau hier liegt die Falle für den Einstieg: Die Automatisierung von Factory-Aufgaben ist oft technisch komplex, wartungsintensiv und – am wichtigsten – sie begeistert Deine Mitarbeiter nicht. Sie sehen es als ein weiteres IT-Projekt, nicht als eine Befähigung.
"Die LinkedIn Cowboys sprechen fast ausschließlich von Factory-Automatisierung. Aber für die meisten KMUs ist das nicht der Bereich, wo der größte Mehrwert steckt." – Maximilian Moehring, CEO Decaid
Der Versuch, mit Factory-Aufgaben zu starten, führt oft zu Frustration und dem Gefühl, dass "KI für uns nicht funktioniert". Der eigentliche Hebel liegt woanders.
Brain-Aufgaben umfassen alles, was mit Kreativität, Strategie und Konzeption zu tun hat. Es sind die Tätigkeiten, die einen hohen individuellen Wert haben, schwer austauschbar sind und direkt auf die Qualität Deiner Arbeit und Deines Angebots einzahlen.
Typische Beispiele sind:
Genau hier entfaltet KI als Copilot ihre wahre Stärke. Sie ersetzt nicht den Menschen, sondern sie augmentiert seine Fähigkeiten. Sie wird zum intelligenten Sparringspartner, zum unermüdlichen Assistenten, der hilft, Gedanken zu schärfen, Ideen zu strukturieren und die Qualität der Ergebnisse auf ein neues Level zu heben.
Der Start bei den Brain-Aufgaben erzeugt den entscheidenden "Wow-Effekt" bei Deinen Mitarbeitern. Sie erleben, wie KI ihnen nicht nur lästige Arbeit abnimmt, sondern sie in ihrer Kernkompetenz besser macht. Das schafft Akzeptanz, Motivation und eine positive Dynamik im gesamten Unternehmen.

Um dem Sog der Factory-Automatisierung zu widerstehen und direkt den richtigen Weg einzuschlagen, empfehlen wir eine klare 3-Schritte-Strategie:
Schritt 1: Inventur machen (1 Stunde) Nimm Dir eine Stunde Zeit und liste die typischen Aufgaben Deines Teams auf. Ordne jede Aufgabe einer der beiden Kategorien zu: Brain oder Factory. Du wirst schnell ein Muster erkennen.
Schritt 2: Mit 3 Brain-Aufgaben starten Wähle drei konkrete Brain-Aufgaben aus, bei denen Deine Mitarbeiter sofort einen Mehrwert spüren. Beispiele:
Schritt 3: Den Wow-Effekt nutzen Wenn Dein Team die Kraft der KI als Copilot erlebt hat, entsteht ein natürlicher Sog. Der Wunsch nach "mehr davon" wird laut. Erst wenn diese positive Dynamik etabliert ist, solltest Du beginnen, über die Automatisierung von ausgewählten Factory-Aufgaben nachzudenken.
Beginne dort, wo der Mensch im Mittelpunkt steht. Befähige Dein Team, ihre wichtigsten Aufgaben besser und schneller zu erledigen. Der Rest wird folgen.

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