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"Das hätte auch eine E-Mail sein können."
Wir alle kennen diesen Satz. Er war jahrelang das Mantra effizienter Arbeit. Meetings galten als Zeitfresser, als Unterbrechung des "echten" Arbeitens, als notwendiges Übel starrer 9-to-5 Strukturen.
Doch 2026 müssen wir umdenken. Wenn wir auf unsere Prognosen für dieses Jahr schauen, sehen wir einen radikalen Wandel: Die Meeting-Kultur erlebt eine Renaissance – nicht als Zeitvertreib, sondern als effizienteste Quelle für methodisches Wissen.
Warum wir plötzlich wieder "Ja" zu Meetings sagen sollten und wie wir sie nutzen, um unsere KI-Agenten zu füttern, erfahrt ihr hier.
In einer Welt, in der "Context Engineering" das neue Prompt Engineering ist, wird Kontext zum wertvollsten Kapital eines Unternehmens. Das Problem? Das wertvollste Wissen – wie wir Entscheidungen treffen, wie wir kreativ Probleme lösen, unsere methodische Expertise – steckt oft nur in unseren Köpfen.
Niemand setzt sich gerne hin und schreibt stundenlang Dokumentationen. Das Ergebnis: Implizites Wissen geht verloren. Es verpufft nach dem Brainstorming, es verschwindet, wenn der Laptop zugeklappt wird.
Hier kommt das "Re-Framing" der Meetings ins Spiel.
Wir haben festgestellt, dass Meetings der effizienteste Weg sind, um dieses methodische Wissen zu dokumentieren – vorausgesetzt, wir ändern, wie wir sie führen.
Anstatt Meetings zu vermeiden, nutzen wir sie gezielt, um Wissen zu generieren . Durch die konsequente Transkription von Gesprächen machen wir flüchtiges Wissen dauerhaft nutzbar. Ein Meeting ist nicht mehr nur ein Austausch von Informationen, es ist eine Content-Produktion für unsere interne KI .
Ein konkretes Beispiel aus unserer Praxis bei DECAID, das wir in unserer Jahresauftakt-Masterclass geteilt haben:
Wenn wir (Max und Timo) komplexe Strategien entwickeln oder Hypothesen für das kommende Jahr aufstellen müssen, sitzen wir nicht im Büro vor einem leeren Dokument.
Das Ergebnis? Wir haben in einer Stunde Spaziergang mehr wertvollen, strukturierten Kontext geschaffen, als wir in vier Stunden manuellem Tippen hätten produzieren können.
Diese neue Art der Meeting-Kultur hat weitreichende Folgen für KMU:
Die These für 2026 ist simpel: Hört auf, Meetings zu verteufeln. Fangt an, sie strategisch zu nutzen.
Wer seine Meetings nicht transkribiert, wirft bares Geld (in Form von Wissen) zum Fenster raus. Wer sie aber nutzt, baut fast nebenbei die wertvollste Ressource des KI-Zeitalters auf: Einen tiefen, einzigartigen Kontext, den keine generische KI der Welt kopieren kann.
Also: Geht raus, sprecht miteinander – und lasst die KI mitschreiben.
Dieser Artikel basiert auf den Insights der DECAID Masterclass "Hypothesen & Prognosen 2026".

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