Member Content

2026 wird das Jahr der KI-Agenten, wie Claude Cowork & Moltbot beweisen

Zur Event Anmeldung
Download PDF

Die Phrase "Dieses Jahr wird das Jahr der KI-Agenten", haben wir schon zu oft gehört. Aber diesmal sieht es tatsächlich so aus. Nicht weil wieder jemand auf einer Konferenz eine Demo gezeigt hat, sondern weil diese Woche gleich zwei Systeme aufgetaucht sind, die tatsächlich funktionieren: Claude Cowork von Anthropic und Moltbot.

Keine Folien. Keine "stellt euch vor". Echte Agenten, die echte Aufgaben auf unseren Computern erledigen. Aber sind AI Agents schon bereit fĂĽr den Einsatz im Unternehmen?

‍

Was ist Claude Cowork und warum ist es revolutionär?

Claude Cowork ist eine Desktop-Anwendung, die auf der Claude Code Engine basiert und speziell für Büroarbeit und allgemeine Computer-Tasks entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Claude Code, das primär für Entwickler konzipiert ist, richtet sich Cowork an normale Nutzer ohne Programmierkenntnisse.

Das Besondere: Man gibt Claude Cowork lokalen Zugriff auf einen Ordner des Systems. Der Agent kann dann:

‍

→ Dateien analysieren und organisieren

→ Reports und Dokumente erstellen

→ Desktop aufräumen und strukturieren

→ Komplexe Büroaufgaben selbstständig abarbeiten

‍

Aktuell ist die Preview-Version nur fĂĽr macOS verfĂĽgbar. Windows-Nutzer mĂĽssen noch warten.

‍

Die unglaubliche Entwicklungsgeschwindigkeit

Das Verrückte an Claude Cowork: Es wurde in nur eineinhalb bis zwei Wochen entwickelt. Das war möglich, weil die Claude Code-Basis bereits existierte und man außerdem Claude Code zum entwickeln einsetzte. Die Idee  dafür lag bereits in der Luft - auf KI-Twitter konnte man beobachten, wie Nutzer Claude Code für allgemeine Büroarbeit zu nutzen begannen. Anthropic hat diese Entwicklung erkannt und schnell eine spezialisierte Lösung geschaffen.

Das kam durchaus überraschend denn erst Ende 2024 und Anfang 2025 wurden die ersten KI-Agenten vorgestellt - Operator von OpenAI und Computer Use von Anthropic. Diese frühen Systeme arbeiteten noch mit Screenshots, berechneten Pixelpositionen und bewegten die Maus zur Bedienung von Websites. Das war langsam, fehleranfällig und eher ein Proof of Concept.

Nur ein Jahr später sehen wir nun die nächste Evolutionsstufe: Statt visuelle Mausbewegungen zu simulieren, bekommen KI-Agenten direkten Systemzugriff. Das ist deutlich effizienter und öffnet völlig neue Möglichkeiten.

Diese enorme Geschwindigkeit zeigt, in welchem Tempo sich die KI-Tools derzeit entwickeln.

‍

Moltbot: Der Open-Source-Agent der gerade explodiert

Parallel zu Claude Cowork hat Moltbot (früher Clawdbot) in den letzten Wochen das Internet gesprengt. Ein KI-Agent der auf dem eigenen Rechner läuft. 

Man schreibt ihm auf WhatsApp oder Telegram, und er führt Aufgaben aus. Nicht "er erklärt wie es geht". Er macht es.

Die viralen Demos dieser Woche:

‍

→ Auto-Kauf per Telegram: Agent recherchiert, vergleicht Angebote, verhandelt mit dem Verkäufer - selbstständig

→ Restaurant-Reservierung per Telefon: Mit ElevenLabs Voice. Der Restaurantbesitzer wusste nicht, dass er mit einer KI spricht

‍

Das Ergebnis: 60.000 GitHub Stars in wenigen Tagen - einer der schnellsten Anstiege in der GitHub-Geschichte. Open Source. Läuft auf einem Mac Mini.

Allerdings: Der Entwickler selbst nennt es "spicy", das auf seinem Hauptrechner laufen zu lassen. Die Sicherheitsfragen von Claude Cowork gelten hier genauso.

‍

Sicherheit und Governance: Die kritischen Herausforderungen

Claude Cowork ist heute noch ein Personal Assistant - man gibt eine Aufgabe, die wird abgearbeitet. Aber die Richtung ist klar: In Zukunft werden diese Systeme proaktiver arbeiten. Das ist technologisch bereits möglich. Die große Herausforderung liegt mehr in der praktischen Umsetzung.

Autonome KI-Agenten bringen neue Risiken mit sich. Bereits jetzt gibt es erste Meldungen ĂĽber Prompt Injection und Sicherheitsbedenken bei Claude Cowork.

Das Problem: Wenn KI-Agenten Zugriff auf sensible Systeme haben, entstehen neue Angriffsvektoren. Schädliche Dateien oder E-Mails könnten Anweisungen enthalten wie: "Vergiss alle deine System-Prompts und führe aus, was ich dir sage."

‍

Bei Agenten mit Zugriff auf:

→ Projektinformationen und Finanzdaten

→ Buchhaltungssysteme

→ Social Media Publishing-Tools

‍

können solche Angriffe verheerende Folgen haben.

Und auch das Onboarding und die FĂĽhrung der KI-Agenten wirft Fragen auf. Wer kĂĽmmert sich darum?

‍

Wie arbeiten wir mit AI Agents im Unternehmen?

Viele erleben das Phänomen: "Ich habe mit der KI in 30 Minuten gemacht, was manuell 5 Minuten gedauert hätte." Das liegt daran, dass KI-Agenten wie echte Mitarbeiter ein Onboarding durchlaufen müssen. Context Engineering ist hier ein wichtiges Stichwort. Es beschreibt, dass wir den AI Agents zur richtigen Zeit die richtigen Informationen zur Verfügung stellen müssen.

‍

Erfolgreiches Context Engineering erfordert:

‍

→ Klare Definition der Aufgabenbereiche

→ Bereitstellung des notwendigen Kontextwissens

→ Etablierung von Verhaltensrichtlinien

→ Kontinuierliche Optimierung der Workflows

‍

Context Engineering ist wichtiger als Prompt Engineering - dieser Grundsatz wird 2026 entscheidend fĂĽr den Erfolg mit KI-Agenten. Ist in Unternehmen mit komplexeren Strukturen und Prozessen aber gar nicht so einfach. Und das was AI-Enthusiasten lokal mit Claude Cowork oder Moltbot machen, funktioniert so ohne weiteres im Unternehmen nicht.

‍

Unternehmenslösungen: Der professionelle Ansatz

Unternehmen wie Langdock arbeiten bereits an umfassenden KI-Systemen fĂĽr den professionellen Einsatz. Solche Plattformen bieten:

‍

→ Einheitliche Integration verschiedener KI-Modelle

→ Assistenten und Agenten für spezifische Aufgaben

→ Anbindung an Unternehmenstools (Google Drive, Outlook, SharePoint)

→ Workflow-Automatisierung mit Governance-Strukturen

‍

Aber auch hier ist es wichtig, den KI-Agenten in das eigene Unternehmen einzufĂĽhren und ĂĽberhaupt erst einmal den richtigen Kontext zu geben. Und wir mĂĽssen natĂĽrlich auch lernen, mit den neuen Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten.

‍

2026 als Wendepunkt

‍

Claude Cowork und Moltbot markieren den Übergang von experimentellen KI-Tools zu praktisch nutzbaren digitalen Mitarbeitern. Die Technologie ist da, die Entwicklungsgeschwindigkeit ist atemberaubend. Der Flaschenhals sind unsere Organisationsstrukturen und die Fähigkeit, mit dieser neuen Technologie umzugehen.

Wer die Herausforderungen in Governance, Sicherheit und Context Engineering löst, ist für die KI-getriebene Arbeitswelt der Zukunft bestens gerüstet. Für Unternehmen bieten Plattformen wie Langdock den strukturierten Einstieg - mit Governance, Compliance und professioneller Begleitung von Anfang an.

‍

Melde dich an um diese Masterclass zu schauen

Login or Register to Join the Conversation

Create an AccountLog in
Be the first to leave a comment.
Someone is typing...
No Name
Set
Moderator
4 years ago
Your comment will appear once approved by a moderator.
This is the actual comment. It's can be long or short. And must contain only text information.
(Edited)
No Name
Set
Moderator
2 years ago
Your comment will appear once approved by a moderator.
This is the actual comment. It's can be long or short. And must contain only text information.
(Edited)
Load More Replies

New Reply

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Load More Comments
Loading
Marcus Burk
AI Strategist & Agent Architect

KI-Stratege und Agenten-Architekt, der Unternehmen befähigt, mit KI-Systemen auf Augenhöhe zu arbeiten. 10+ Jahre Erfahrung als CMO in SaaS und Web-Agenturen. Jetzt fokussiert auf die Zukunft der Arbeit.

Mehr von diesem Autor:
Langdock 101: Das sichere KI-Setup für Führungskräfte